Das unter Denkmalschutz stehende Bürogebäude wurde 1950 errichtet. Nach häufig wechselnden Nutzungen wurde 2003 das Amtsgericht Aschersleben Hausherr. Gestiegener Platzbedarf und sehr hohe Energiekosten veranlassten das Land Sachsen-Anhalt, die Gebäudehülle energetisch zu sanieren und das Dach in Teilen auszubauen.
Besonderes Augenmerk galt dem Erhalt des Dachstuhls aus Betonsparren, welche sehr filigran ausgebildet sind und eine lokale Besonderheit aus der Entstehungszeit darstellen. Aber auch der feine spartanische Fassadenschmuck und „der Altan“ - das typische Eingangsportal um 1950 forderten ein sensibles Sanierungskonzept, um den Charakter des jungen Denkmals nicht zu verändern.
Baukonstruktiv fehlerhafte und die Struktur störende Einbauten wurden entfernt. Kleinste Putzornamente und prägende Fassadenstrukturen an den Leibungen, am Sockel und am Dachkasten wurden aufgenommen, energetisch verbessert und wiederhergestellt. Die Buntglasfenster des Treppenhauses konnten ebenfalls erhalten bleiben, sie werden nun von einem großen „Bilderrahmen“ mit Isolierglas geschützt.
Am deutlichsten erfährt die Eingangssituation eine sichtbare Ergänzung und Aufwertung. Die neue Rampe ist nicht nur barrierefreier Zugang sondern auch Namensträger des Amtsgerichts.