Riethgen ist ein kleines Dorf, an der Unstrut gelegen, im Sömmerdaer Land. Fachwerkhäuser, große Scheunen und hohe Torbögen zeugen von einer landwirtschaftlich geprägten Vergangenheit. Wie auf einer Schnur aufgefädelt, wechseln sich trauf- und giebelständige Gebäude entlang der Dorfstrasse ab.
Der Neubau mit Satteldach fügt sich in die rhythmische Abfolge der Fassaden ein. In Anlehnung an die zahlreichen Fachwerke wurde der straßenseitige Giebel mit Rhombusleisten aus Lärche verkleidet.
Das Haus kann nur 3-seitig belichtet werden, da es im Norden auf der Grundstücksgrenze steht. Eine raumhohe Verglasung im Ostgiebel lässt jedoch viel Licht einfallen und erhellt den an der Nordwand liegenden Treppenraum in allen Ebenen.
Die Auskragung des Obergeschosses schützt die kleinen Rampen zu den Eingängen vor Regen und Schnee. Hofseitig im Erdgeschoss verlässt das Wohnzimmer die Linien des Baukörpers, schiebt sich Richtung Garten und wird so von Süden belichtet. Die ebenengleiche Terrasse im Anschluss vermittelt zum tiefer liegenden Hofniveau. (Das Gebäude ist durch die unmittelbare Nähe zur Unstrut und das hohe Grundwasser erhöht gegründet.)
Ergänzende Infos: Niedrigenergiehaus KfW 70, Weiße Wanne - wasserundurchlässiger Beton, Wärmepumpe-Erdwärme, Kaminofen, Photovoltaik, Extensives Gründach über dem Wohnzimmer